mainARTmultikulti2012

Gegendarstellung zum Bericht "Margetshöchheimer Kulturverein" Mainpost 02.05.2012

Leider hat die Mainpost trotz mehrmaliger Aufforderung meine Gegendarstellung nicht veröffentlicht, obwohl die Behauptungen von Bgm Brohm, die im genannten Titel gedruckt wurden, nicht der Wahrheit entsprechen.

Es ist nicht richtig, dass die Idee für die mainART schon bei der Bewerbung der Gemeinde zum Kulturherbst entstanden ist. Diesen Vorschlag habe ich erst gemacht, als Bgm Brohm mir berichtet hat, dass er den Zuschlag lediglich für das Eröffnungskonzert 2009 erhalten hat. Unabhängig davon hatte ich mich mit meiner Galerie ReinKultur ebenfalls zum Kulturherbst angemeldet und habe Bgm Brohm vorgeschlagen, daraus ein größeres Event zu machen. Er wollte die Veranstaltung "offene Kulturmeile" nennen. Da mir dieser Name zu wenig originell erschien, habe ich den Namen "mainART" entwickelt.

Auch wenn Bgm Brohm es sich gerne selbst zuschreiben will: Der Name mainART ist von mir alleine kreiert worden. Ich habe sowohl den Außenauftritt als auch die Konzeption entwickelt. Auch habe ich die Gründung des mainARTkulturvereins initiiert und dem Verein den Namen gegeben. Ohne mich gäbe es weder die mainART, noch den mainARTkulturverein.

Die unfaire Behandlung und die Missachtung meiner Leistung durch Bgm Brohm, der sich den Erfolg der mainART inzwischen selbst zuschreibt und der damit zusammenhängende Vertrauensverlust, haben mich veranlasst, meine Tätigkeit für die mainART und den Verein im Vorfeld der mainARTmultikulti2012 trotz bereits geleisteter konzeptioneller und vorbereitender Arbeit mit Bedauern niederzulegen.

Der letzlich auslösende Vorfall: Peter Etthöfer - Gemeinderatsmitglied - der jahrelang den Verein und mich bekämpft hat, der zweimal die Teilnahme an der mainART trotz mehrfacher Einladungen verweigert hat- aber 2010 sein Hoftor weit geöffnet hat, um die Besucher der mainART für die Ausstellung seiner Frau auszunützen - hat hinter dem Rücken des Vereins und entgegen des bereits beschlossenen Konzepts im Gemeindrat seine private Wohltätigkeitsveranstaltung durchgesetzt (wohlgemerkt mit Unterstützung von Bgm Brohm, der Vorstandsmitglied im mainARTkulturverein ist und das Konzept mit beschlossen hat). Bgm Brohm hat mich wochenlang hingehalten, nicht auf Anrufe, Mails und Nachrichten seiner Sekretärin geantwortet, um P.Etthöfer diesen Gemeindratsbeschluss zu ermöglichen, wohkweisslich, ohne den Verein und mich über diese  unrechtmäßige Maßnahme zu informieren. Nachdem vollendete Tatsachen geschaffen waren, teilte mir Bgm Brohm kaltschnäutzig mit: "Wer bezahlt, bestimmt". Und das, obwohl bei der letzten mainART die Gemeinde weniger als die Hälfte des finanziellen Aufwandes beigesteuert hat, von meiner geldwerten Arbeitsleistung ganz zu schweigen.

Dass Bgm Brohm  mir im Nachhinein etwas anhängen will, zeigt nur, welche Einstellung er insgesamt hat und gibt mir Recht, mich konsequent zurückgezogen zu haben.Wie Bgm Brohm und P. Etthöfer sich hier mit fremden Federn schmücken und das ehrenamtliche Engagement und die wertvolle Leistung ihrer Mitbürger honorieren, verstehen beide Herren wohl unter guter Kommunalpolitik, notwendig für die kommende Bürgermeisterwahl.

Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass die mainART sich zu einem ernstzunehmenden Kunstevent entwickelt und nicht zu einer Mischung aus Kirmes und Hobby-Kunsthandwerker-Ausstellung verkommt. Dazu gehört eine sorgfältige Auswahl der Exponate und eine niveauvolle Bewirtung. Bratwurstbuden und simple von P.Etthöfer veranlasste Trinkbuden und Attacken gegen mich durch gewollt provozierende primitive Schilder (Michl's Wein-Kultur) passen eindeutig nicht dazu.

Gott sei Dank ist bei der mainARTmultikulti noch einiges von meiner Konzeption übriggebleiben. Auch hat mein Nachfolger Gerhard Väth gute Ideen eingebracht, z.B. die Zusammenarbeit mit den Asylanten, welche einen interessanten Beitrag zur kulinarischen Verpflegung geleistet haben. Insgesamt gesehen gab es erfreulicher Weise einiges Schöne und Interessante, aber auch offensichtliche Mängel und Fehlschläge, die bei einigem Sachverstand und mit künstlerischen Einfühlungvermögen hätten vermieden werden können.

Es ist schade, dass Margetshöchheim in Sachen Kultur nun wieder den Rückwärtsgang eingelegt hat. Es wird sich erst bei der nächsten mainART wirklich zeigen, welche qualitativen Konsequenzen zutage treten.